Theater im Quartier

Die Phönix Theaterwelt Wittenberg schaut auf eine wechselvolle Geschichte ihres Hauses: Im Mai 1945 als Kabarett gegründet, spielte das Theater in den 70er Jahren an über 60 Orten auf dem Territorium des heutigen Sachsen-Anhalt, avancierte in den 80er Jahren zum größten Gastspieltheater der DDR, bevor es, mittlerweile zum „Mitteldeutschen Landestheater“ umbenannt, 2002 trotz einer
Bürgerpetition mit 10.000 Unterschriften seine Pforten schließen musste.
 
Als Mitglieder des sich später konstituierenden Fördervereins Phönix Theaterwelt Wittenberg e.V. das „Objekt“ bei einer Versteigerung im Dezember 2003 erwarben, hatte der Zahn der Zeit bereits beträchtlich am Zustand des Gebäudes und den technischen Anlagen genagt. Dank des engagierten Einsatzes vieler freiwilliger Helfer sowie finanzielle und materielle Spenden zahlreicher Firmen aus der Region, gelang es, im Sommer 2004 den Spielbetrieb mit einer kleinen Foyerreihe und später auch auf der Großen Bühne wieder aufzunehmen.
Der Phönix-Mythos, die Geschichte eines Neubeginns aus dem Vergangenen, wurde zum Symbol des Theaters, in dem es, wie die Vorsitzende des Fördervereins Diana Pielorz sagt, es „nicht um die Bewahrung der Asche gehen soll, sondern um den Erhalt der Flamme“.
 
Heute gibt das Theater, dessen Geschäfte vom Förderverein Phönix Theaterwelt Wittenberg e.V. im Ehrenamt geführt werden, für circa 12.000 Zuschauer etwa 50 Vorstellungen im Jahr. Meist handelt es sich dabei um Gastspiele freier Theatergruppen, kommunaler Landesbühnen sowie der regionalen Kleinkunstszene. Geboten werden sowohl Musicals, Opern und Operetten als auch klassische
Schauspielkunst, literarischen Lesungen, Kindertheater, Comedy und Kabarett.
 

Derzeit arbeitet die Phönix Theaterwelt Wittenberg in Kooperation mit dem Projektschmiede Wittenberg e.V. an der Neugestaltung des Haupteinganges des Theaters und benötigt für die Umsetzung dieses im Oktober 2018 startenden Projekts finanzielle Unterstützung. Ziel ist es, das Haus im Quartier Lindenfeld noch klarer als Kunst- und Kulturstätte in Erscheinung treten zu lassen und vielfältige Besuchergruppen als Gäste zu gewinnen.

Wie kommt das Projekt dem Gemeinwohl der Stadt Lutherstadt Wittenberg zugute?

„Die Phönix Theaterwelt bereichert das kulturelle Angebot unserer Stadt und Region und bietet Menschen aller Alters- und Interessengruppen Bildung und Kultur“, ist Diana Pielorz überzeugt. „Wir wollen gemeinsame Interessen bündeln, kulturelle Identität wahren – dazu gehört es auch, das Theater als Kommunikations- und Begegnungsstätte, als Teil der Alltagskultur und als Identifikationsmerkmal zu verankern. Unser Haus soll als kulturelles Zentrum fungieren.“

Förderprojekt:

Theater im Quartier

Ort:

Lutherstadt Wittenberg