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Wer kippelt da beim Abendmahl?

Die Stiftung Christliche Kunst Wittenberg ist eine unabhängige gemeinnützige Stiftung, die sich selbst finanziert und überwiegend ehrenamtlich arbeitet. Trotz der wenigen zur Verfügung stehenden Betriebsmittel, hat sich die Stiftung im musealen Umfeld in Wittenberg und auch deutschlandweit einen wichtigen Platz erobert. Großprojekt ist dabei unter anderem die Dauerausstellung „Christliche Botschaften von Chagall bis Beuys“, die überwiegend grafische Arbeiten zu religiös-existenzialistischen Themen zeigt. In dieser gibt es auch für Kinder und Jugendliche viel zu entdecken und zu lernen.
 
„Gemeinsam mit unseren MitarbeiterInnen des Bundesfreiwilligendienstes, die selbst gerade erst die Schule beendet haben, entwickeln wir ein museumspädagogisches Vermittlungsprogramm, das Kindern und Jugendlichen ab 10 Jahren existentielle Fragen des Lebens, der Liebe, des Hasses und des Todes, aber auch der Freundschaft, des Krieges und Friedens anhand der Bilder zu Geschichten des Alten und Neuen Testaments näherbringt. Die Künstler in der Ausstellung nehmen die alten Bibelgeschichten als Vorbild für persönliche Erlebnisse oder gesellschaftliche und politische Ereignisse und übertragen diese in ihre eigene Lebenswirklichkeit. Diese allgemeingültigen Bilder helfen Kindern und Jugendlichen sich mit historischen Ereignissen, wie zum Beispiel den beiden Weltkriegen sowie der Zeit des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen und zu verstehen, was diese Ereignisse für die Menschen und ihren Alltag bedeuteten. Dieses können sie, im besten Fall, auf die Welt, in der sie selbst leben, übertragen“, gibt Jutta Brinkmann Einblicke in die Stiftungsarbeit.
 
Für dieses Vermittlungsprogramm sollen altersgerechte Führungen und ein Mitmachheft entwickelt werden, das junge Menschen dazu animiert, sich näher mit den Arbeiten der Sammlung und damit den Künstlern und ihrer Zeit zu beschäftigen. Für eine professionelle und kindgerechte Umsetzung dieses Vorhabens mit Grafik- und Drucksachen, aber auch Bastelmaterialien werden zusätzliche finanzielle Mittel benötigt. Mit der Umsetzung des Projekts wurde im Oktober 2018 begonnen.

Wie kommt das Projekt dem Gemeinwohl der Stadt Lutherstadt Wittenberg zugute?

„Kunstprojekte sind immer auch ein wichtiger Bildungsfaktor“, ist Jutta Brinkmann überzeugt. „Das Projekt stellt eine Ergänzung zum Kunst- und Geschichtsunterricht der Schulen Wittenbergs dar. Hier können vor allem Ereignisse des 20. Jahrhunderts vertieft werden. Zudem macht die Sammlung mit druckgrafischen Techniken und Bildsprache junge Menschen mit verschiedenen Epochen vertraut. Es werden aber auch Kinder und Jugendliche angesprochen, die mit ihren Familien unsere Ausstellung besuchen. Auf diese Weise wird das Kulturangebot für Kinder und Jugendliche in der Region erweitert.“

Förderprojekt:

Wer kippelt da beim Abendmahl?

Ort:

Lutherstadt Wittenberg