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Förderprojekt

Regionale Autorinnen und Autoren lesen

Ort

Riesa

2017 rief Ursula Schubert – zunächst in Eigenregie, später mit Unterstützung der Riesaer Stadtbibliothek im Haus am Poppitzer Platz – die Veranstaltungsreihe »Regionale Autoren lesen« ins Leben. Für November 2019 organisiert die ehrenamtliche Mitarbeiterin der Stadtbibliothek und des Stadtmuseums Riesa die mittlerweile 20. Leseveranstaltung. Acht Lesungen finden jährlich in der Vinothek am Hafen in Riesa statt: Jeweils zwei regionale Autor*innen stellen sich einer wachsenden Zuhörerschaft vor und lesen unter einem selbstgewählten Motto aus ihren Manuskripten und Büchern.

Ursula Schubert schreibt selbst, Alltagsgeschichten und Lyrik, und holt demnächst ihr fünftes Buch aus dem Druck. Bereits mit 14 Jahren hat die heute 63jährige damit angefangen, damals als jüngstes Mitglied im »Zirkel schreibender Arbeiter«. Mit Teilnehmer*innen des Zirkels zog sie in den 70er Jahren über die Lande und las in Kulturhäusern. Heute schreibt sie gemeinsam mit anderen Autor*innen in der vom Kulturkonvent des Kulturraumes Meißen – Sächsische Schweiz – Osterzgebirge geförderten, in der Riesaer Stadtbibliothek ansässigen Literaturwerkstatt und »genießt das Echo auf die eigenen Geschichten, das wohl ausbleiben würde, wenn jeder nur für sich selbst schriebe.«

Die Literaturwerkstatt ist für regionale Autor*innen wie Ursula Schubert »literarische Heimat«. Sie steht Schreib­interessierten aller Alters- und Berufsgruppen offen und hat sich zum Ziel gesetzt, junge und ältere Autor*innen zu entwickeln. »Geduldig, aber beharrlich arbeiten wir daran, die Qualität der Schreibversuche anzuheben und zur Ver­öffentlichungsreife zu führen.« Derzeit treffen sich zwischen zwölf und 24 Autor*innen regelmäßig in der Literatur­werkstatt in Riesa.

Neben der Veranstaltungsorganisation kümmert sich Ursula Schubert auch um die Öffentlichkeits- und Pressearbeit rund um das Projekt. Flyer und Plakate werden gedruckt, Pressemitteilungen geschrieben. Die Initiative würde eine Spende von Ontras.Stadtbekannt dafür verwenden.

 

Wie kommt das Projekt dem Gemeinwohl der Stadt Riesa zugute?

»Unsere Lesereihe öffnet den Blick auf regionale Literatur und fördert die Begegnung von Menschen unter­schied­licher Generationen in unserer Region. So manch einer wusste gar nicht, dass sein Nachbar schreibt«, erzählt Ursula Schubert, »und plötzlich kommt man, literaturinteressiert oder einfach menschlich aufgeschlossen, noch einmal ganz neu ins Gespräch, lernt einander kennen. – Literatur verbindet und ist darüber hinaus auch wichtiger Bestandteil der öffentlichen Kulturförderung.«