Kinder- und Jugendhaus der Johanniter

Johanniter-Kindertisch

Im Kinder- und Jugendhaus in Altenburg suchen täglich bis zu 50 Mädchen und Jungen Zuflucht. Hier finden sie nicht nur ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Nöte und können in geschützten Räumen ihre Freizeit selbstbestimmt verbringen, sondern sie bekommen auch Unterstützung bei den Hausaufgaben sowie anderen Belangen aus ihrem Alltag.

Zweimal in der Woche wird den Kindern eine warme Mahlzeit geboten. „Viele der Kinder, die nach der Schule zu uns kommen, haben den ganzen Tag lang noch nichts gegessen. Einige wissen gar nicht, dass es neben Fertigpizza und Pommes auch Obst, Gemüse und andere frische Lebensmittel gibt. Deshalb haben wir das Projekt „Gesundes Essen selbst gemacht“ ins Leben gerufen“, berichtet Andreas Hänsge.

Durch gemeinsames Einkaufen und Kochen erlernen die Kleinen dabei nicht nur hauswirtschaftliche Tätigkeiten, sondern erfahren Wertschätzung und Anerkennung für eigens geleistete Sachen. Wer selbst für andere schmackhafte Speisen herstellt und dafür Lob bekommt, geht nicht nur mit einem guten Gefühl im Bauch, sondern auch mit gestärktem Selbstwertgefühl nach Hause. Das Projekt “Johanniter-Kindertisch” wird seit 2004 realisiert und deckt seitdem einen gleichbleibend hohen Bedarf zur Befriedigung unmittelbarer physischer Bedürfnisse ab.

Das Projekt wird ausschließlich durch Spenden finanziert, deren Akquise ständige Aufgabe ist, um die Kontinuität in der Vorhaltung des Angebots zu sichern.

Wie kommt das Projekt dem Gemeinwohl im Landkreis Altenburger Land zugute?

„Folgende Effekte werden mit unserem Projekt nachhaltig erreicht: Bekämpfung von Kinderarmut, Ermöglichung sozialer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, Vermittlung hauswirtschaftlicher Fähigkeiten und Sensibilisierung für ausgewogene Ernährung, spürbare Senkung der Zahl von sozial bedürftigen Kindern und Jugendlichen, Stärkung ihrer Selbstorganisationskompetenzen und damit ihrer Selbstständigkeit und ihres Selbstwertgefühls“, listet Andreas Hänsge auf.